Das Unglück am Djatlow-Pass – YouTube

Es gibt Beweise für das fluchtartige Verlassen des Zeltes während der Nacht. Obwohl die Temperatur sehr niedrig war (ca. -25 °C bis -30 °C) und ein starker Wind wehte, waren die Toten nur leicht bekleidet. Einige hatten nur einen Schuh an, während andere gar keine trugen, sondern nur Socken.Weitere trugen Fetzen, abgeschnitten von der Kleidung der Toten.

In den noch vorhandenen Teilen der damaligen Untersuchungsakten wird folgendes festgestellt: Sechs der Gruppenmitglieder starben an Unterkühlung und drei an tödlichen Verletzungen. Es gab keine Hinweise auf weitere Personen neben den neun Wanderern am Cholat Sjachl oder in der Nähe. Das Zelt wurde von innen aufgeschlitzt. Die Opfer starben sechs bis acht Stunden nach ihrer letzten Mahlzeit. Spuren beim Camp zeigten, dass alle Personen inklusive denen, die verletzt gefunden wurden, eigenständig das Lager zu Fuß verließen. Bezüglich der Annahme eines Angriffs von Mansen erklärte ein Arzt, dass die tödlichen Verletzungen bei den drei Leichen nicht von Menschenhand erzeugt werden konnten, „weil die Kraft der Stöße zu stark war und keine Weichteile verletzt wurden“. Forensische Strahlungstests zeigten hohe Dosen an radioaktiver Strahlung an den Kleidungsstücken der Opfer.

Das letztendliche Urteil war, dass alle Gruppenmitglieder an einer „unbekannten, beherrschenden Kraft“ starben. Die Untersuchung wurde offiziell im Mai 1959 wegen der „Abwesenheit einer schuldigen Partei“ eingestellt. Die Akten wurden in einem geheimen Archiv versteckt. Kopien tauchten erst in den 1990ern auf, allerdings fehlen einige Seiten.